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 Whale  Watching

Chancen und Risiken

Kaum jemand kann sich der Faszination entziehen, die Wale und Delfine auf Menschen ausüben. Damit wird die Beobachtung von Delfinen und Walen in ihrem natürlichen Lebensumfeld in vielen Ländern zu einem wichtigen Faktor der Tourismusindustrie (In einigen Ländern entwickelt sich dabei inzwischen die Erkenntnis, dass damit ökonomische Vorteile gegenüber dem kommerziellen Walfang verbunden sind). Dennoch sind mit intensiven touristischen Walbeobachtungen,  sowohl Chancen als auch Risiken für die Tiere und ihren Lebensraum verbunden.

Bei der Beobachtung der Tiere können einerseits vielfältige Informationen über die unterschiedlichen Arten der Meeressäuger, ihre natürliche Lebensweise und aktuellen Lebensumstände gegeben werden. Damit kann das Verständnis für die Tiere gefördert und Interesse an ihren Lebensumständen geweckt werden.
Dazu gehört allerdings auch das Wissen um die derzeitige Situation in den Weltmeeren, die durch Menschen verursachte Verschmutzung, die Methoden des großindustriellen Fischfangs und die damit verbundene rücksichtslose Ausbeutung der Ressourcen der Meere.

Andererseits können durch die Schiffe, mit denen die Beobachtungen durchgeführt werden, die Tiere gestört u.U. auch gefährdet werden. Das ist insbesondere der Fall, wenn das whale watching als Attraktivität einer Tourismusregion gilt und viele Boote im Einsatz sind.

Es gibt inzwischen in manchen Ländern bzw. Regionen Regeln für kommerzielle Wahlbeobachtungen. Die folgende Zusammenstellung gibt dazu einen allgemeinen überblick.

Erlaubt

  • Sich den Tieren langsam, auf Parallelkurs in spitzem Winkel nähern.

  • Langsam neben den Tieren herfahren.

  • Abstand bewahren.

  • Abwarte, wie sich die Tiere verhalten.

  • Wenn sich die Tiere annähern, den Kurs halten.

  • Die Entscheidung der Tiere über Art und Dauer des Kontakts respektieren.

  • Sich freuen und mit anderen die Freude teilen.

  • Fotos machen.

Verboten

  • Tiere mit zwei Booten "in die Zange" nehmen.

  • In eine Gruppe von Tieren hineinfahren.

  • Einzelne Tiere von der Gruppe trennen.

  • Ruhende oder jagende Tiere stören.

  • Tieren, die einen bestimmten Kurs schwimmen, den Weg abschneiden.

  • Tiere, die sich entfernen, verfolgen.

  • Eine Gruppe oder einzelne Tiere, einkreisen.

  • Wenn ein anderes Boot gerade bei den Tieren war, sofort erneut Kontakt aufnehmen

  • Tiere zu füttern.

Die Einhaltung dieser  Regeln kannst Du meistens erst überprüfen, wenn du an Bord eines Schiffes bist. Wenn du negative Erfahrungen gemacht hast, rede am Urlaubsort und zu Hause mit anderen Leuten darüber, wenn möglich auch direkt mit der Besatzung des jeweiligen Schiffes.

Ein weiteres Gütekriterium für artgerechtes whale watching ist die Anwesenheit von (Meeres-) Biologen/innen an Bord der Schiffe, die vor Beginn und im Verlauf der Fahrt über die Tiere informieren. Allerdings gibt es auch immer wieder Schiffe, auf denen der Schiffsführer trotz Anwesenheit eines/r Meeresbiologen/in sich den Tieren gegenüber rücksichtslos verhält.

Noch ein Hinweis für die Ausrüstung des Schiffes. Erkundige Dich vor der Fahrt, ob das Schiff eine geschützte Schraube hat. Dadurch können Verletzungen der Tiere vermieden werden.

Delfinarien

  • Zum Abschluss noch ein Wort zum Besuch von Delfinarien. Ich sehe keinen Grund, der dafür spricht, Delfinarien zu besuchen.

  • Die Lebensbedingungen in Delfinarien sind für die Tiere eine Qual und in keiner Weise artgerecht.

  • Ihre gezeigten Aktivitäten sollten uns nicht zu der Annahme verleiten, dass sie sich in dieser Umgebung in irgendeiner Weise wohlfühlen.

  • Derzeit sind Delfinarien leider noch immer Tourismusattraktionen. Das wird aber nur noch solange der Fall sein, wie es Besucher dafür gibt.

  • Achtsam durchgeführtes whale watching, ist es eine wunderbare Alternative zu Delfinarien!

Eigene Aufnahmen von Delfinen und Walen findest Du über die Links am Seitenanfang. Die Bilder werden von Zeit zu Zeit aktualisiert. 
Die hier veröffentlichten Fotos und Videos wurden während verschiedener Beobachtungsfahrten mit firmm rund um Tarifa in der Straße von Gibraltar gemacht.

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